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Möglichkeit und Eigenschaft

Nach Matthias Varga von Kibed scheint ein wesentlicher Aspekt systemischen Denkens zu sein, dass Eigenschaften nicht so sehr in einem Individuum angesiedelt sind, sondern eher kommunikativ, zwischen mehreren Individuen “passieren”. Unsere Alltagserfahrung sagt uns jedoch, dass “mein Gegenüber” bestimmte Eigenschaften aufweist, vor allem wenn gewisse, damit im Zusammenhang stehende Verhaltensweisen einer Person, sehr regelmäßig hervorgebracht werden (Verhaltensmuster).

Systemtheoretisch sind das ja genau die “Muster”, die es zu untersuchen gilt. Man geht jedoch, im Gegensatz zu unserer Alltagserfahrung davon aus, dass der interaktionelle Prozess oder die Beziehung im wesentlichen bestimmt, a) dass eine bestimmte Eigenschaft zum Tragen kommt, b) wie diese Eigenschaft bewertet wird und c) was dies wiederum “beim Anderen” auslöst.

Vielleicht wäre es deshalb sinnvoll, den Sprachgebrauch zu verändern. Frei nach Wittgenstein, sind wir ja bekanntlich in der Sprache. Und das Verändern eben dieser Sprache verändert unsere Realität und vor allem die Bewertungen derselben. “Das Universum ist so groß, wie deine Fähigkeit es wahrzunehmen”, meint Richard Bandler, einer der NLP-Begründer. Stattdessen könnte man sinnhafter sagen: “Das Universum ist so groß, wie deine Fähigkeiten, deine ‘Realität’ immer wieder neu zu beschreiben.” Diesen Beitrag weiterlesen »