Archiv für Mai 2014

Von 1984 zu einer schnöden neuen Welt

Aktuell lese ich seit langem mal wieder “Münchhausens Zopf” von Paul Watzlawick. Da gibt es ein schönes Abschlusskapitel, in dem es u. a. um die “Zukunft der Kommunikation” geht. Interessant aus heutiger Sicht, wenn man bedenkt, das dieses schöne Büchlein von 1988 ist. In jenem Kapitel wird Neil Postman zitiert, der auf Huxleys “Schöne neue Welt” Bezug nimmt:

“Huxley hat gezeigt, daß im technischen Zeitalter die kulturelle Verwüstung weit häufiger die Maske grinsender Betulichkeit trägt, als die des Argwohns oder des Hasses. In Huxleys Prophezeiungen ist der große Bruder gar nicht erpicht darauf, uns zu sehen. Wir sind darauf erpicht, ihn zu sehen. Wächter, Gefängnistore oder Wahrheitsministerien sind unnötig …”

Dies löste doch einige Gedanken in mir aus: Diesen Beitrag weiterlesen »

Buchrezension: “Einführung in die eigenen Gedanken”

image„Einführung in die eigenen Gedanken“ von Carl Auer, Carl-Auer Verlag Heidelberg, mittlerweile in der 2. Auflage, Preis: 4 Euro*

Um den Autor dieses kleinen Büchleins ranken sich viele Geschichten. Böse Zungen behaupten sogar, es gäbe diesen Carl Auer, nach welchem der gleichnamige Verlag benannt ist, gar nicht. Da in jenem Verlag sehr viele Bücher aus dem Milieu der Systemiker und Konstruktivisten veröffentlicht werden, mag diese Frage auch gar nicht eindeutig zu beantworten sein. Allein dies macht das Buch schon lesenswert. Aber nicht nur das. Diesen Beitrag weiterlesen »